Reiseberichte auf dem Weg mit dem Velo von der Schweiz durch Europa bis nach Afrika: 

Genesung & Goodbyes

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Samstag, September 19, 2026

4. Woche: Rødvig - Kopenhagen - Überfahrt nach Schweden - Helsingborg - Älmhult, 288 Kilometer, 1‘190 Höhenmeter, 3 Fahrtage

Es vergehen vier Tage, bis ich mich wieder einigermassen fit fühle. Für den tollen Platz beim Damgaardens bed & breakfast bin ich unglaublich dankbar, auch wenn ich die Zeit im schönen Küstenort Rødvig krankheitsbedingt nur sehr eingeschränkt geniessen kann. Der Tagesinhalt ist nach Wochen voll von neuen Eindrücken und Erlebnissen plötzlich sehr monoton. Ein Spaziergang zum Supermarkt, Filme und Dokumentationen schauen, lesen, schlafen und Nacht für Nacht schweissgebadet aufwachen, die Kleider wechseln und auf die Toilette im nahen Haus gehen.

Ich versuche, die Monotonie durch Strandspaziergänge und Telefongespräche mit den Liebsten zuhause zu durchbrechen, was mir aber nur bedingt gelingt. Am Mittwochabend geht es mir wieder etwas besser, und ich unterhalte mich mit den anderen Gästen. Von einem deutschen Paar werde ich zu dänischen Hot Dogs eingeladen. Nach den langweiligen Tagen ein riesiges Highlight!  

Als ich am Donnerstag nach Kopenhagen aufbrechen will, schüttet es wie aus Kübeln. Nach einigen Stunden des Abwartens, fahre ich kurz vor Mittag im leichten Nieselregen los und erreiche die dänische Hauptstadt einige Stunden später. Damit mich die Chefin meiner Unterkunft hinein lässt, muss ich eine mittelgrosse Putzaktion meiner sandigen Taschen starten. Anschliessend gehe ich Sushi essen als kleine Entschädigung für die Entbehrungen der letzten Tage. 

Am Freitag erkundige ich gemeinsam mit Manuel und Maja die schöne Stadt. Es ist unser letzter gemeinsamer Ferientag! Die letzten Differenzler jassen wir dementsprechend mit der nötigen Ernsthaftigkeit. Nach einer gemütlichen Stunde in einer Bar und einem letzten Spiel stehe ich plötzlich alleine und etwas verloren in der U-Bahn. 

Am Wochenende fahre ich los zur Fähre nach Helsingborg, Schweden. Ich bin froh, dass ich Dänemark hinter mir lassen kann und der zweite Teil der Reise in Schweden unbeschwert beginnt.

Am ersten Abend im neuen Land sehe ich von der Strasse aus einen Shelter in der Nähe eines kleinen Flusses. Nachdem ich einige Zäune überwunden habe, freue ich mich auf eine ruhige Nacht. 

Doch Dänemark lässt mich noch nicht ganz los und holt mich in Form eines Junggesellenabschieds aus Kopenhagen nochmals ein. Ich biete der Gruppe den Shelter an, baue im Windschatten der Holzhütte mein Zelt auf, um vor dem nahenden Sturm geschützt zu sein und bin kurz vor dem Einschlafen, als mich die neuen Freunde zum Abendessen einladen. Es wird ein kurzweiliger Abend, aber eine ungewollt kurze Nacht. 

Am Sonntag fahre ich durch die einsame schwedische Natur bis zur Kleinstadt Älmhult. Hier reihen sich riesige Logistikzentren an Bürogebäude. Es ist die Geburtsstadt von IKEA. Spontan übernachte ich im IKEA Hotel und besuche das Museum der wohl berühmtesten Marke aus Schweden. Ein gelungener Start in Land Nummer 5!

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Impressionen DER letzten wochen vor dem start:

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